Donnerstag, 10. Januar 2013

Versprechen eingelöst : )


Bei unserem Vortrag zum Tag des offenen Denkmals am 14. September 2008 hatten wir damals versprochen, dass wir die Ergebnisse unserer "Laienforschung" allen Schulen der Stadt Bamberg kostenlos zur Verfügung stellen wollen.

Gestern endlich konnten wir dieses Versprechen einlösen: Wir haben für jede private und staatliche Bildungseinrichtung der Stadt Bamberg einen kostenlosen unbegrenzten Zugang zu unseren virtuellen Hexen-Brenner Museum geschaltet und laden somit alle Lehrkräfte ein, dieses Angebot ausführlich zu nutzen.

Zu der Zeit, als ich am Clavius-Gymnasium mein Abitur gemacht habe (1981), gab es über die finstere Vergangenheit Bambergs nichts zu erfahren. 

Speziell zum Malefizhaus der Stadt sind unser Buch und das virtuelle Museum die beinahe einzigen literarischen Quellen. Die Resonanzen, die wir bisher erhalten haben, sind durchweg positiv und bestätigen den großen Nachholbedarf bei diesem Thema. 

Dass es dann doch "etwas länger" gedauert hat, um unser damaliges Versprechen einzulösen ist nicht wirklich wichtig: ab sofort kann jede Schule die vom Lehrer ausgewählten Inhalte per Beamer an die Wand projizieren und das verspricht mit Sicherheit ein spannendes Unterrichtserlebnis.

Das garantieren wir.


Montag, 31. Dezember 2012

Ein Rückblick auf das vergangene Jahr oder das Gesetz der Resonanz

... normalerweise knallt und explodiert es ja erst um Mitternacht ... aber so ein kleines Hirnfeuerwerk am Morgen kann heute auch mal nicht schaden, denn der unten stehende Artikel im FRÄNKISCHEN TAG BAMBERG kommt zwar circa 10 Wochen zu spät, aber das macht nichts, denn wir haben die erste Auflage von 1000 Exemplaren auch so in Rekordverdächtiger Zeit von 8 Wochen ausverkauft. 

Wenn man einmal zurück blickt und anerkennt, dass vor zwölf Monaten noch überhaupt keine sichtbaren Zeichen einer Aufarbeitung der vertuschten Massenmorde in Bamberg existierten, dann darf man jetzt so frei sein, zu Konstatieren, dass unser Hauptziel aus dem Jahr 2008 endlich erreicht wurde.

Man könnte jetzt noch darauf herum hacken, was alles schief gelaufen ist und wer an welchen Versäumnissen welche Schuld trägt, aber ich denke, darum geht es längst nicht mehr.

Ein wesentlicher Punkt ist wohl die Tatsache, dass man einfach erkennen musste, dass das wahnsinnig große Interesse der Bevölkerung letztendlich einfach nicht mehr anders zu befriedigen war, als dass man jetzt mit der längst überfälligen Aufarbeitung der Verbrechen beginnt.

Deshalb hier unser kleiner Blick in die Zukunft: Da die Tatsachen ja auch in Zukunft nicht mehr wegzudiskutieren sind, wird dieser bis dato nicht-existente Teil der Bamberger Stadtgeschichte von nun an als fester Bestandteil zur Kultur dieser Stadt gehören.

Vor allem auf die Schulen wird es ankommen, denn zu der Zeit als meine Generation in Bamberg das Gymnasium gedrückt hatte, wurden keinerlei Erkenntnisse über diesen Teil der Stadtgeschichte behandelt. Deshalb werden wir alle Bamberger Bildungseinrichtungen mit einem Gratis-Zugang zu unserem virtuellen Museum bestücken. Ob dieses Angebot dann auch genutzt wird liegt dann an den einzelnen Bildungseinrichtungen.

Es gibt auch sonst noch eine ganze Menge weiterer kreativer Ideen, außerhalb der Erschaffung des zukünftigen Mahnmals, die wir hier noch gerne kurz anreissen möchten: Unserer Meinung nach, wäre es ein einfaches Unterfangen, den gesamten Akten-Bestand über die Hexenverfolgung des Bamberger Staatsarchivs und der Staatsbibliothek zu digitalisieren und ins Netz zu stellen, um ihn so den interessierten Bürgern und Forschungseinrichtungen auf bestmögliche Art und Weise zur Verfügung zu stellen.

Bei dem schon fast unheimlich anmutenden Interesse dass die offiziellen Veranstaltungen zum Phänomen der Hexen- Verbrennungen in Bamberg erfahren haben, ist auch davon auszugehen, dass sich das in Zukunft auf die Kultur dieser Stadt auswirken wird. Es kann auch nur eine Frage der Zeit sein, bis auf der nächsten Sand-Kirchweih ein findiger Gastwirt vielleicht eine Malefiz- oder Hexen-Bar eröffnen wird.

Vielleicht gibt es ja auch irgendwann ein Hexen-Bier oder einen Dornheim-Hexenbrenner-Schnaps aus Bamberg. In jedem Fall werden sich in der zukünftigen Kultur Bambergs auch die Ereignisse des 17. Jahrhunderts widerspiegeln. Alles andere wäre eine echte Enttäuschung.

Touristen werden extra um diese Geschichte nachzuverfolgen nach Bamberg reisen und Stadtführungen und Kultureinrichtungen besuchen.

Und nicht zu vergessen: am 8. September 2013 wird es wieder einen "Tag des offenen Denkmals" geben - ausgerichtet von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Dieses Jahr lautet das offizielle Motto:
Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale ?

Bei diesem Motto, müssen wir einfach wieder dabei sein - alleine wenn man die Ausschreibung liest, könnte man denken, sie wäre stellenweise extra für das Malefiz Haus und den Brennofen in Zeil am Main geschrieben worden.

Wir freuen uns auch ganz besonders, dass die zweite Auflage unseres Buches schon in wenigen Tagen wieder erhältlich sein wird.

Noch warten wir auf unsere US amerikanische Steuernummer, damit wir alsbald auch unser Flagship-Produkt im Apple iBook-Store verkaufen können. Eine multimedia-Android-Version gibt es bereits und man kann sie auf der Seite des Hexen Brenner Museums downloaden.

... und jetzt wünschen wir allen Freunden und Unterstützern einen "GUTEN RUTSCH" und ein wundervolles neues Jahr 2013.


Es ist n ziemlich gutes Gefühl heute .. da könnte man glatt ein Gläschen drauf trinken ... Hölgen Gölgen.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Tag des offenen Denkmals 2013 und das Malefiz Haus

In 2013 hat sich die DEUTSCHE STIFTUNG DENKMALSSCHUTZ folgendes Motto auf die Fahnen geschrieben:

"Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?"

Deshalb werden wir im Rahmen dieser Veranstaltung, am 8. September 2013, zum zweiten Mal das MALEFIZ HAUS als virtuelles Denkmal präsentieren - und obwohl wir im Jahr 2008 der Meinung waren, dass wir dieses einmalige Foltergefängnis der katholischen Inquisition bestmöglich präsentiert haben, sind gerade durch die Ereignisse der letzten Monate neue Perspektiven entstanden. Wir können das Thema dann noch besser präsentieren, weil wir neue Akten und Fakten haben, die uns erst seit wenigen Wochen zur Verfügung stehen.


Wir geben das deshalb schon jetzt öffentlich bekannt, damit uns nicht das Gleiche passiert, wie im Jahr 2008 und man das "unbequeme Malefiz Haus des Fuchs von Dornheim einfach wieder vergisst!" 

Dienstag, 18. Dezember 2012

Presserückschau: Nürnberger Nachrichten & NZ


"Das Guantanamo der Bamberger Geschichte"


Die dunkle Zeit der Bamberger Stadtgeschichte
Hexenverfolgung - 03.12.2012 11:00 Uhr

BAMBERG  
- Hexenglaube, Hexenwahn, Hexenverfolgung: Diese Thematik war lange vergessen und wurde in den 70er Jahren von den Hippies aktualisiert. Die glaubten nämlich, dass die seinerzeit Verfolgten wie sie zu einer Subkultur gehörten, in der der alte heidnische Glaube fortlebte. Sie glaubten zudem, dass einige Mitglieder dieser Subkultur tatsächlich magische Kräfte besaßen – zumindest aber heilkundig waren.

Dass die Hexenverfolgung die Vernichtung der „weisen Frauen“ zum Ziel hatte – diese These wurde aber auch schon in der deutschen Romantik Anfang des 19. Jahrhunderts aufgestellt.


Belegen lässt sich dieser Glaube nicht. Halten wir uns an die Tatsachen und an die Ereignisse in unserer Heimat Franken. Hier nämlich spielte sich das traurigste Kapitel des Hexenwahns ab. Die Bischofsstadt Bamberg hält einen tragischen Rekord: Keine andere Stadt in ganz Europa hat so viele Menschen als Hexen und Zauberer gefoltert und verbrannt.

„Die Hexenbrenner von Franken“, so der Titel eines neuen Buches von Ralph Kloos und Thomas Göltl (Sutton-Verlag, 94 Seiten, 19,95 Euro), verschonten nicht einmal die Oberschicht ihrer Stadt. Zwischen 1626 und 1630 wurde fast der gesamte Stadtrat hingerichtet. Die Schicht der wohlhabenden Kaufleute wurde ebenfalls ausgelöscht.


Dies lässt vermuten, dass nicht allein religiöser Eifer die Hexenbrenner motiviert hat, sondern finanzielle Gier. Schließlich gab es den „Bamberger Gnadenzettel“: Wer unter Folter gestand, mit dem Teufel Buhlschaft getrieben, Hostien geschändet und Schadenszauber wider Vieh und Feld ausgeübt zu haben, war des Todes, konnte aber auf die „Gnade“ hoffen, nicht lebendig verbrannt, sondern zuvor vom Schwert geköpft zu werden. Die Gnade wurde freilich nur denen gewährt, die ihr gesamtes Hab und Gut dem Fürstbischof verschrieben...
Die Krönung des grausamen Treibens war eine architektonische: Die Bamberger Hexenbrenner ließen das „Malefizhaus“ bauen, eine Art Untersuchungsgefängnis, das nur einem einzigen Zweck diente: Verdächtigte so lange zu foltern, bis sie alles gestanden. Weil ein detailgenauer Kupferstich aus dem Jahr 1628 erhalten blieb, konnten die Autoren des als Anklage gedachten und geschriebenen Buches ein Computermodell des Foltergefängnisses erstellen, das man als das Guantanamo der Bamberger Geschichte bezeichnen kann.

Damit dieses Haus auch in vollem Umfang genutzt werden konnte, ersannen die Hexenbrenner neue, spezielle Foltermethoden wie das Bad in Kalklauge oder das „gefaltete Stüblein“, dessen gesamter Boden mit kleinen spitzen Pyramiden aus Holz überzogen war. Noch vor der eigentlichen Folter mussten die hilflosen Gefangenen stundenlang nackt in dieser Schmerzenskammer ausharren.

Ralph Kloos und Thomas Göltl plädieren dafür, dass Bamberg dem Beispiel anderer Städte wie zum Beispiel Köln folgt, sich für die Hexenjagd entschuldigt und die Verfolgten offiziell rehabilitiert. Auch eine Gedenkstätte für die mehr als tausend unschuldigen Opfer wäre wünschenswert.

Freitag, 30. November 2012

Die Hexenbrenner von Franken sind angekommen ...

denn am vergangenen Dienstag hat OB Andreas Starke unser Buch offiziell vorgestellt. Dafür bedanken wir uns aufs Herzlichste - es war wirklich ein langer und holpriger Weg, bis wir das Buch, die APP und das virtuelle Museum fertig gestellt haben. 



Und jetzt ist dann auch das eingetreten, was wir immer vermutet hatten: es gibt doch noch weitere verlässliche Quellen zu den Hexenverbrennungen in Zeil am Main, die man uns vollkommen überraschend erst vor wenigen Tagen zur Verfügung gestellt hat. Es geht in erster Linie um das "Hexenkrematorium" des Fuchs von Dornheim (siehe voriger Artikel) und um das Pendant in Gerolzholfen.

Es liegt in der Natur der verschiedenen Medien, dass wir diese neuen Erkenntnisse im gedruckten Buch nicht mehr verarbeiten können … aber das gilt nicht für die angesprochenen elektronischen Produkte, die wir permanent weiter updaten werden.

Es wurden uns weitere Akten und historische Drucke angeboten, die wir aber erst sichten müssen, und da es sich um mehrere Aktenordner handelt, kann es durchaus etwas dauern. Aber es bleibt auf alle Fälle spannend.


Sonntag, 25. November 2012

Der Hexenofen des Fuchs von Dornheim

Hexenverbrennungen verschlangen eine große Menge teures Holz, denn die Körper mussten komplett verbrennen - nichts durfte übrig bleiben, damit der Teufel die verbrannte Hexe nicht wieder aus den Knochen zum Leben erwecken konnte.

Im Dezember 1627 kam ein bischöflicher Baumeister, wohl Giovanni Bonalino, nach Zeil, um nahe der Stadt eine spezielle Hinrichtungsstätte zu bauen, einen runden Steinbau, auf dem angeblich auch die Enthauptungen stattfanden, ins Innere führten zwei Türen, durch die obere warf man die Leichen auf einen Rost, durch die untere schürte man das Feuer, dass unter dem Rost brannte eine Richtstätte mit eingebautem Krematorium sozusagen, um die Leichen holzsparend zu verbrennen.

Dieser Ofen existierte mit Sicherheit, das belegen wir ja auch in unserem Buch anhand von zwei historischen Quellen, aber jetzt wurden uns durch das Dokumentationszentrum in Zeil zusätzliche Informationen zur Verfügung gestellt, die wir in den vergangenen Tagen in einer neuen 3D-Rekonstruktion dieses "Hexen-Krematoriums" verarbeitet haben.

Der ehemalige Standort ist ebenfalls exakt bekannt und so haben wir hier also überraschenderweise ein weiteres grausames Puzzle-Teil der Bamberger Hexenverbrennungen rekonstruieren dürfen. 

Sicherlich kann niemand mehr genau sagen, wie dieser Ofen in allen Details ausgesehen hat - dennoch sind unsere Meinung nach genügend Fakten vorhanden, um diese Rekonstruktion als einigermassen realistisch zu qualifizieren: es war ein runder Ziegelbau, ungefähr 2,10 - 2,50 Meter hoch mit zwei Öffnungen, die Türen aus Eisen hatten. Da man die teils lebendigen, teils geköpften Leichen von oben in den Ofen werfen konnte, muss es eine Treppe gegeben haben, deren Form natürlich unbekannt bleiben wird. 

Weitere Informationen zu dem Hexenofen des Fuchs von Dornheim finden Sie ab sofort auf den Seiten unseres virtuellen Museums oder auf den entsprechenden APPS für ANDROID und APPLE (coming soon). 


In der gesamten Hexenforschung gibt es lediglich drei Hexenöfen zu finden - neben dem in Zeil am Main soll es einen weiteren in Gerolzshofen gegeben haben, der dann unter der Verantwortung von Philipp Adolf von Ehrenberg betrieben wurde - dem Cousin des Bamberger Hexenbrenners Johann Georg II, Fuchs von Dornheim. Ein dritter Hexenofen soll  in Schlesien gestanden haben: entweder in Neisse oder in Hirschberg.

Samstag, 17. November 2012

Was hat das Malefiz Haus mit dem Clavius-Gymnasium gemeinsam?

Das alte Kapuzinerkloster in der Kapuzinerstrasse 

In einer historischen Aufzeichnung steht über den Abriss des Malefiz Hauses geschrieben, dass man die Steine des Gebäudes zum Bau des Kapuzinerklosters benutzt hat (1654), welches auf der oben stehenden Zeichnung und dem abgebildeten Katasterplan aus dem Jahr 1821 gut in seinem Grundriss zu erkennen ist (großer Kreis) - natürlich stand dieses Kloster in der gleichnamigen Kapuzinerstrasse in Bamberg - also nur wenige hundert Meter entfernt vom Malefiz Haus.


Wir haben also noch einmal den historischen Grundriss von Peter Ysselburg herangezogen und eine Berechnung über die Menge dieser Sandsteine gemacht. Im Inneren des Malefiz Hauses waren mit Sicherheit ganz normale Ziegel verbaut worden - aber die massiven Aussenwände bestanden aus wertvollen massiven Sandsteinblöcken, die auch in anderen Bamberger Sakralbauten verbaut worden sind.

Bei unserer Berechnung kamen wir auf eine Menge von etwa 400 Kubikmetern, ohne jetzt die massiven Aussenmauern des Grundstücks mit einzubeziehen, die wahrscheinlich wieder aus anderen Steinen bestanden.

Mit Ochsenkarren wurden die großen Sandsteine also ihn die Kapuzinerstrasse transportiert und dort für den Bau des Kapuzinerklosters verwendet. Da dieses Kloster mit seinen Nebengebäuden viel grösser war, als das Malefiz Haus, brauchte man zusätzlich bestimmt noch das Mehrfache an Steinen. 

Etwas mehr als 200 Jahre später wurde das Kapuzinerkloster dann wieder abgerissen, da man an dieser Stelle eine dringend benötigte höhere Schule bauen wollte - die alte Oberrealschule, die Anfangs als Landwirtschafts- und Gewerbeschule eröffnet wurde.

Wenn man rein logisch argumentiert, dann gibt es keinen vernünftigen Grund, warum man für den Neubau dieser Schule (1877) nicht auch wieder die Sandsteine des Malefiz Hauses mit verwendet hat, denn schliesslich war es wertvolles Baumaterial, dass sich ausserdem schon direkt an der neuen Baustelle befand. 

Und zweitens hat wohl zu dieser Zeit kein Mensch mehr sentimentale Gefühle zu diesen Steinen gehabt - es wusste ja wahrscheinlich niemand etwas davon - ausser natürlich den "Herren auf dem Domberg".

Das Clavius-Gymnasium in der Kapuzinerstrasse in Bamberg   

Es waren und sind ja schliesslich nur Sandsteine, die für wenige Jahre ein einmaliges Foltergefängnis gebildet haben und jetzt also im Fundament des CLAVIUS-Gymnasiums verbaut sind - das ist dann rein zufällig auch das Gymnasium, an dem ich meine Schulzeit bis zum Abi verbracht habe.

Ich bin übrigens weder ein Esoterik-Fuzzi noch schlage ich vor, bei der aktuell anstehenden Renovierung des Clavius-Gymnasiums eine wissenschaftliche CSI-Taskforce zu installieren und jeden Stein forensisch zu untersuchen ... aber eines muss ja klar sein: in Luft werden sich diese Sandsteinblöcke nicht aufgelöst haben ...

Da man in Bamberg bis vor wenigen Monaten noch gar nichts von den örtlichen Hexenverfolgungen gewusst hat, ist dieses kleine Detail vielleicht auch wieder nur eine Randnotiz bei der anstehenden öffentlichen Aufklärung. Trotzdem finde ich das besonders interessant und schliesslich ist das Clavius-Gymnasium heutzutage das grösste Gymnasium Bambergs und eine Klasse hat sogar einige bemerkenswerte Video-Beiträge zu den Themenwochen im Oktober 2012 beigesteuert. 

Und wer weiss ... vielleicht findet man ja bei der anstehenden Renovierung des Gebäudes rein zufällig doch ein Relikt aus vergangener Folterzeit ... ganz ausgeschlossen ist es nicht.

Vielleicht ist dieser ganze Umstand auch mit verantwortlich dafür, dass mich diese Geschichte einfach nicht mehr losgelassen hat ... schliesslich war ich 11 Jahre an dieser Schule …